Eins Sein

Eine ganzheitliche Betrachtung der Welt um und in uns

20. März – 09. Mai

Der Film zur Ausstellung

Die Künstler

Anke Debertshäuser

Die Caputherin studierte an der Universität der Künste in Berlin. Die Auge-in-Auge-Begegnung mit einem Elefanten in Afrika war für sie der Beginn eines dreijährigen Tierprojektes. Jedes ihrer Tierportraits ist eine grafische Auseinandersetzung mit dem eigentlich Wesentlichen, der Seele, ihrer Objekte.

Zur Serie “Eins Sein”

“Ich bin gern in der Welt unterwegs, liebe es, verschiedene Orte und Landschaften kennenzulernen und sie in meinen Skizzenbüchern festzuhalten. Vor einigen Jahren führten mich meine Wege nach Namibia und Botswana. Wir waren dort ein paar Wochen zelten und erlebten hautnah die sehr gegensätzlichen Landschaften und die einmalig schöne Tierwelt. Gerade im Okavango Delta wurde uns bewusst, dass wir hier eines der letzten großen Lebensräume für viele vom Aussterben bedrohten Tiere sehen. Ich glaube, hier lag für mich ein Anfang meiner Tierserie, auch wenn es mir zunächst nicht bewusst war.

Vor drei Jahren begann ich mich, mit verschiedenen Tieren graphisch auseinanderzusetzen, ihrer Spezifik, ihrer Seele und all den verschiedenen natur- und kulturgeschichtlichen Hintergründen. Mich berühren die Einzigartigkeit und Schönheit jeder einzelnen Tierart. Ich zeichnete zunächst, um zu verstehen und entwickelte eine Konzeption von ca. 100 Tierportraits, die den Betrachter konfrontiert, von Angesicht zu Angesicht – von Tier zu Mensch. Während meiner Beschäftigung mit den Tieren habe ich verstanden, dass wir alle, Menschen und Tiere, miteinander verbunden sind, EINS SIND.  Mit jeder Tierart die verschwindet, verschwindet auch ein Stück von uns selbst.”

Wildkatze, Tuschzeichnung, 60x60cm
Elephant, Tuschzeichnung, 120x120cm
Wildschwein, Tuschzeichnung, 60x60cm
Schimpanse, Tuschzeichnung, 120x120cm
Hase, Tuschzeichnung, 40x40cm
Nashorn, Tuschzeichnung, 120x120cm
Pinguin, Tuschzeichnung, 40x40cm

Sie haben gespendet!

Afrikanische Wildhunde (painted dogs)

Für jede Spende über 10 Euro konnte ein Los für ein original Werk der Künstlerin Anke Debertshäuser erworben werden:
“African wild dog”, 60cm x 60cm, Tusche auf Papier.

 

Es konnten über 2 300€ gesamment werden, die zu 100% an die gemeinnützige Organisation Painted Dog Conservation gespendet wurden.
Galeristin Melanie Haape und Künstlerin Anke Debertshäuser beim ziehen
des Gewinnerloses
Wir bedanken uns Herzlich für alle eingegangenen Spenden und das gemeinsame Wirken im Rahmen des Projekts!

Eine halbe Million afrikanische Wildhunde streiften einst über fast den gesamten afrikanischen Kontinent. Heute fristen die letzten rund 3.000 Painted Dogs auf unserem Planeten ein betrohtes, verstreutes Dasein in einigen wenigen Wildschutzgebieten.

Afrikanische Wildhunde leben in Rudeln und haben einen sehr stark ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Sie bekommen durchschnittlich 6-10 Welpen, die vom ganzen Rudel versorgt werden. Wildhunde jagen stets in Gemeinschaft und sind damit fast unschlagbar erfolgreich.

Der Biologe Greg Rasmusen gründete 1992 die painted Dog Conservation, um die Welt auf den dramatischen rückgang dieser stark bedrohten Tierart aufmerksam zu machen. Heute arbeiten knapp 60 Mitarbeiter aktiv beim Projekt mit. Die Projektarbeit gründet auf:

Forschung – direngend notwendig, um die Tiere und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen
Schutz – z.B. Beseitigung der Schlingen, Warnschilder an Straßen
Aufklärung – z.B. childrens bushcamp

Man benötigt Mittel um eine eigene Tierklinik aufzubauen. Bisher müssen die Helfer betäubte Tiere ins 300km entfernte Bulawayo fahren und verlieren dabei viel Zeit. Für das Überleben der Tiere ist es kurz vor zwölf.

Die Künstlerin Anke Debertshäuser und die SchlossGalerie Haape unterstützten das Projekt durch eine Apendensammlung während der Ausstellung “EINSSEIN”. Diese Spenden werden zu 100% der Painted Dog Conservation zur Verfügung gestellt. Unter den Spenden wurde die Grafik “Afrikanischer Wildhund” von Anke Debertshäuser verlost.

Michael Drechsler

Tausendjährige Wandmalereien zogen den in Berlin lebenden Künstler und Museumspädagogen nach Afrika. Hier studierte er unterschiedlicher Kulturen und die Bedeutung derer Skulpturen als Kunstform. Sein Ziel ist es, mit seiner Sammlung die zeit- genössische Kunst aus Afrika stärker in den Focus westlicher Betrachtung zu rücken.

Arthur Fata, Fossil, 118x41x47cm
Odoch-Anemy, The Rider and the Rider, 1985, 22x27x16cm
Théodore Dakpogan, L’heure du diner, 1905, 122×45,4×15,5cm

Melanie Haape

Mit meiner Malerei habe ich den für mich schönsten Weg gefunden, meine Liebe zu meiner Heimat Afrika auszudrücken, welche nach wie vor tief in meinem Herzen eingebrannt ist.“

Die Künstlerin und Galeristin wurde in Lusaka, Sambia, geboren und lebt seit 1999 in Caputh. Sie begann mit der Male- rei an einer Staffelei in der Kalahariwüste. Ihre erste Auszeichnung erhielt sie beim nationalen Kunstwett- bewerb Botswanas: ihre Gemälde in Öl wurden mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Bis heute sind ihre Werke geprägt von ihrer afrikanischen Heimat.

Dünenwelten, Aquarell auf Papier, 9x15cm
Sonnenuntergang, Acryl auf Leinwand, 120x80cm.

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